Januar 5 - 30
Motoya Kondo
1 Monat Butoh Workshop & Performance Kreation
“Weite leere Räume und unzählige Prachtqualitäten”
Wenn wir einer meisterhaften Tuschemalerei, einem Haiku-Gedicht, einem Ikebana-Blumenarrangement, dem japanischen Theater Noh, Butoh usw. begegnen, ziehen uns nicht nur die Gegenstände, Worte oder Tänzer an, sondern auch das weite Gefühl des leeren Raums. Gleichzeitig gibt es in diesem leeren Raum eine Lebendigkeit und unzählige verschiedene Prachtqualitäten, die sich lebendig manifestieren. Hier geht es nicht nur um die lokale japanische Kultur, sondern vielmehr um die Offenlegung der universellen Realität der Existenz durch die Kunst.
Unser tägliches Leben spielt sich beim Essen, bei der Arbeit oder beim Tanzen in einem begrenzten Käfig ab, der den enormen Reichtum der Natur in jedem von uns verdeckt. Erziehung, Traditionen oder sogar das Erlernen von Tanz könnten verschiedene Formen von Käfigen formen. Aber wenn wir die Wälder unter dem Himmel aufmerksam beobachten, werden wir von der Vielfalt der Formen und Qualitäten von Pflanzen, Blumen, Steinen, Winden usw. überrascht sein. Dieser Workshop ist eine Einladung, den Himmel und den Wald in unserem Körper-Geist zu erforschen und ihnen zu begegnen, unbegrenzte Bewegungen und Texturen in uns zu entdecken und die persönliche Reise in ein universelles Gedicht zu verwandeln.
* Der Workshop richtet sich sowohl an professionelle Performer aus allen Disziplinen als auch an Laien ohne Erfahrung, die sich für die Prinzipien von Körper-Geist-Raum interessieren, die hinter jeder Art von Kreation stehen.
Erste zwei Wochen: Basisschulungen
Die letzten zwei Wochen: Erstellung von Soloperformances
Aufführungsabende 29. und 30. Januar
Inhalt:
① Aufhellung (Rückkehr zu einem neutralen Körper-Geist)
- Körper-Scanning
- Expansion des Weltraums
- Stille im Raum & Bewegung
- Die Dekonstruktion des Zeitbegriffs
② Grundlegende Bewegungsprinzipien
- Stehend
- Gehen
- Verdrehen
- Aufstehen und Versinken
- Erstellung von Körperteilen (Hände und Arme, Rumpf, Füße und Beine, Gesicht)
- Erforschung der äußeren Anatomie und der Bewegungsprinzipien
- Erforschung der kontemplativen Anatomie und der Bewegungsprinzipien
- Verbindung von Atem und Bewegung
③ Metamorphose (Entdeckung der unbegrenzten Vielfalt des Körper-Geistes)
- Texturen von Materialien verkörpern
- Klänge verkörpern
- Verkörperung von Bildern (Gemälde, Videokunst, natürliche Elemente)
④ Erstellen einer Performance
- Innerer Prozess des Aufbaus einer Performance
- Beziehung zu Musik, Gegenständen und Kostümen
- Den Raum betreten und aus dem Raum verschwinden
- Flugbahn im Raum
- Strukturierte Improvisation
Bilder © Magdalena Halon