Februar 2 - 6

Uiko Watanabe

Ein zerbrochener Spiegel auf dem Grund des Sumpfes reflektiert die Wahrheit.

Zunächst einmal gibt es beim Butoh keine Methode wie beim klassischen Ballett oder anderen westlichen Tänzen. Daher ist es ein Tanz, bei dem es keine richtigen Antworten gibt und bei dem man andere nicht imitieren muss.

Der erste Teil meines Workshops konzentriert sich auf das körperliche Training.

Butoh ist kein Zeitlupentanz und auch kein Tanz der Stimmungen, sondern ein Weg, die eigene Vorstellungskraft durch den Körper zu verkörpern. Es geht also nicht nur um die Vorstellungskraft (den Kopf) oder nur um einen sich gut bewegenden Körper, sondern beides ist notwendig.

In einigen der Improvisationen, die ich vorschlagen werde, werden Sie Dinge nachahmen, die Sie gut kennen und die Ihnen vertraut sind. Dann tanzt man mit dem Körper, der nicht der eigene ist. Ich denke, die Vorstellungskraft von Kindern und Erwachsenen ist unterschiedlich. Wir haben eine Vorstellungskraft, die entsteht, wenn wir aufwachsen und mehr Erfahrungen machen, und eine Vorstellungskraft, an die wir ohne Zweifel glauben.
Sie sind für jeden von euch so unterschiedlich, und das ist der Anfang eures eigenen Butoh.

Butoh hat eine gewisse Schönheit, die sich von westlichen Tänzen unterscheidet. Es geht um Unvollkommenheit, Gefahr, Zerbrechlichkeit und die Einsamkeit der letzten Momente eines endenden Lebens. In letzter Zeit habe ich darüber nachgedacht, wie ich den Tanz selbst und nicht mich selbst darstellen kann. Eine hypothetische Selbstaufgabe - das heißt, das Subjekt zu verlieren.

Bei den traditionellen japanischen Darstellungskünsten wird das Ich auf der Bühne völlig ausgelöscht. Im Japanischen werden beim Sprechen fast nie Subjekte verwendet.

Wenn ich meinen Namen verliere, will ich nur noch tanzen.

Das ist ein großer Unterschied zum westlichen Selbstausdruck. Ich bin selbst noch ein Anfänger, und dieser Workshop ist für uns alle gedacht, um gemeinsam zu experimentieren und zu lernen.

Biografie von Uiko Watanabe

Geboren in Kanagawa Japan. Sie tanzt seit dreieinhalb Jahren klassisch. Von Kindheit an war sie von Butoh-Tänzern umgeben. In ihrer Jugend studierte sie klassisches Ballett, modernen Tanz und Jazztanz und lernte Butoh im Alter von 19 Jahren durch die Tanztruppe DaiRakutakan (Leitung Akaji Maro) in Japan kennen.

Sie studierte bei Masato Iwana, Yumiko Yoshioka, Carlotta Ikeda und Anzu Furukawa.

Uiko lebt seit 25 Jahren in Belgien und hat ihre Ausbildung als Tänzerin und Choreografin in den Niederlanden an der SNDO in Amsterdam, am EDDC in Arnheim und am CCN in Montpellier absolviert. Sie tanzte unter anderem für Choreographen wie Manuela Rastardi, Maria Clara Villa Lobos und Fatou Traore. Als Choreografin schuf sie La Piéce avec les légumes (2008), La Piéce avec les gâteaux (2009), La dernière scène (2010), Hako Onna (2012), Oshiire (2015), OMOI (2016) und Hikidashi (2024) mit Unterstützung der Föderation Wallonie-Brüssel.
Im Theaterbereich arbeitete sie mit Sofie Kokaj in O.R.G.I.E; Denis Mpunga in Il nous faut l'Amérique; mit Pierre Megos #ODYSSéE; Armel Roussel Si demain vous déplaît..., Ivanov Re/Mix, La Peur, Après la Peur, L'Éveil du printemps, Baal by Brecht in 2023 und Soleil in 2025.

Ermäßigungen*

Bei gleichzeitiger Reservierung von 2 oder mehr Workshops für denselben Teilnehmer erhalten Sie folgende Rabatte:

  • 2 Workshops
    10%
  • 3 Workshops
    15%
  • 4 oder mehr Workshops
    20%
  • 2 Workshops in derselben Woche
    15%

*Die Ermäßigungen gelten nur für ein- oder zweiwöchige Workshops. Die Ermäßigungen gelten nicht für Intensiv-Workshops (4 oder mehr Wochen).