Maya M. Carrolls Biografie
Maya Matilda Carroll ist eine Choreografin, Tänzerin, Mentorin und Lehrerin, die seit 2004 in Europa lebt. Ihre Arbeit hat sich in zwei Jahrzehnten unabhängigen Schaffens und Auftretens entwickelt, in denen sie mit anderen Tanzkünstlern, Musikern, Schauspielern, Dichtern und bildenden Künstlern zusammengearbeitet hat. Ihre Vorliebe für Details, Animation, Jenseitigkeit und Poesie trifft auf menschliche Geschichten durch eine fantasievolle Erforschung des Bewegungsvokabulars. Als Tänzerin und Performerin arbeitete sie mit den Choreografen Lara Barsacq (1999-2004), Anat Danieli, Sharon Eyal, Arkadi Zaides, Ohad Naharin (2000-2003) und Sasha Waltz & Guests zusammen. Seit 2013 arbeitet sie mit der Choreografin und Regisseurin Julyen Hamilton als Mitglied der Allen's Line Company und in verschiedenen unabhängigen Projekten zusammen. 2011 gründete Maya mit dem Komponisten und Musiker Roy Carroll das Ensemble The Instrument. Ihre langjährige Zusammenarbeit ist eine einzigartige Verkörperung von Klang und Musik, innerhalb derer Maya ihre choreografischen Landschaften weiterentwickelt. Maya leitet Meisterklassen und Workshops in Europa und im Ausland und entwickelt ihre Lehrtätigkeit parallel zu ihrer künstlerischen Arbeit weiter, die sich auf die menschliche, soziale und poetische Manifestation des tanzenden Körpers bezieht.
'Meine choreografische Arbeit ist ein verkörperter Ausdruck ursprünglicher kultureller Sehnsüchte, verwurzelt in einer Existenz, die sich nach Kreativität sehnt. Die Stücke werden zu immersiven Universen, zu einem Hörraum, in dem das Reale und das Imaginäre gegenseitig herausgefordert und offengelegt werden. Im Akt des Schaffens und der Aufführung spüre ich die Sprachen von Geste, Tanz, Licht, Klang/Musik und Bild, die nackt und autonom hervortreten. Mich bewegt eine 'wissende/unwissende Unschuld', die für unseren Geist und Körper transformativ sein kann, weil sie unter unsere Meinungen und Erwartungen reicht. Ein Ort, ein Gefühl, ein Traum, in den wir uns alle hineinversetzen können. Es ist eine delikate und rohe Erfahrung, bei der ich mich selbst im Tanz mit Elementen wiederfinde, die mich anziehen, beunruhigen und faszinieren. Jedes Stück ist eine Welt, ein Ritual, eine Reise, die das Publikum dazu einlädt, darin und hindurch zu reisen.'