13. bis 17. April
Laura Aris
Ganzkörper spielen
Play Full Body ist nicht nur eine körperliche Reise - es verbindet spielerische Erkundung, mentale Herausforderungen und das Streben nach künstlerischem Ausdruck und Kreativität. Es lädt die Teilnehmer dazu ein, die Perspektive zu wechseln und neue Wege der Wahrnehmung von Bewegung und ihren Qualitäten zu entdecken. Während der Tanz im Mittelpunkt steht, erforschen wir auch das Ausdruckspotenzial von Stimme und Emotionen. Der Workshop bewegt sich in einem Raum, der weder völlig neu noch völlig vertraut ist - ähnlich wie ein Spaziergang mit einem Kompass ohne Karte.
Die Arbeit beginnt mit angeleiteten Improvisationen und spezifischen technischen Übungen. Jeden Tag werden neue und abwechslungsreiche Aufgaben eingeführt, die zunächst eklektisch erscheinen mögen, aber durch die Konzentration auf Übungen innerhalb eines klaren Rahmens entdecken die Teilnehmer nach und nach, wie verschiedene Elemente miteinander verbunden sind. Dieser Ansatz fördert das Bewusstsein, die Klarheit und das Gefühl der Sicherheit und zeigt, dass Kreativität innerhalb strukturierter Grenzen gedeihen kann.
Wir arbeiten meist zu zweit, aber es gibt auch Gelegenheiten für Einzelarbeit, Trios und Gruppenkollaborationen. Die Rollen wechseln häufig zwischen Darsteller/Kreativem und Beobachter, was zu neuen Fragen und Einsichten einlädt. Dieser interaktive Ansatz stellt sicher, dass die Teilnehmer sich aktiv einbringen, mit ihrem Bewegungsvokabular experimentieren und dabei sowohl körperliche Mechanismen als auch mentale Prozesse in Aktion beobachten.
Kann Phantasie ausgeübt werden? Ich glaube schon. Die kreative Reise ist eine zutiefst persönliche Angelegenheit und kann Momente des Unbehagens, der Angst oder der Unsicherheit beinhalten. Paradoxerweise können Beschränkungen Sicherheit und Struktur bieten, so dass sich die Kreativität entfalten kann.
Erklärung zur Lehrphilosophie:
Als Lehrerin und Künstlerin ist es mir ein Anliegen, Ideen, Fragen, Tipps und Erfahrungen weiterzugeben, die andere dazu inspirieren und ermutigen, eine kollektive künstlerische Neugierde zu entwickeln. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, ein Gleichgewicht zwischen dem Streben nach technischer Meisterschaft und der Förderung der Fähigkeit jedes Einzelnen zu finden, unabhängige Entscheidungen zu treffen, tiefgründig zu reflektieren, neue Perspektiven zu entdecken, eine persönliche künstlerische Identität zu entwickeln und sich mit imaginären Welten auseinanderzusetzen.